Moni Agios Panteleimon

(russisch-orthodox; Feiertag: 27. Juli)
Gegründet wurde das Kloster, das auch als "Rossikon" (Russenkloster) bezeichnet wird, von dem Mönch Leontios. Dies war nach heutigem Wissensstand zum Ende des 10. Jahrhunderts, wenngleich hier und da auch das Jahr 1030 genannt wird. 

Aus alten Dokumenten gehen die Namen verschiedener Äbte aus dem 11. Jahrhundert hervor. Warum das Kloster im 12. Jahrhundert dann verlassen wurde und verfiel, ist unbekannt. Philotheo

Doch russische Mönche, die bereits seit dem 11. Jahrhundert auf dem Athos lebten, bekamen das Kloster im Jahr 1163 zugesprochen. Bis dahin lebten sie wohl überwiegend im damaligen Kloster "Xylurgou". Die russischen Mönche mit ihrem Abt Laurentios erhielten den Auftrag, daß Kloster Panteleimonos wieder aufzubauen. Noch heute beherbergt das Kloster die Urkunde des damaligen Protos Ioannes, die eben dies regelte und die von den anderen damals 27 Äbten unterzeichnet ist. In der Folgezeit wurde Panteleimonos zum wichtigsten Kloster der Russen, während Xylurgou diesen Anspruch verlor.

Im Jahr 1309 wurde die Klosteranlage durch katalanische Söldner bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Während des Wiederaufbaus erneuerte des byzantinische Kaiser Andronikos II. Palaiologos (1282-1328) die Privilegien des Klosters. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde es durch serbische und rumänische Fürsten unterstützt. Im 16. Jahrhundert waren dann russische Zaren großzügige Gönner des Klosters.

Aufgrund der politischen Differenzen zwischen Rußland und der Türkei gaben die russischen Mönche ihr Kloster 1735 auf. Dies war das Ende der Klostergeschichte an seinem ursprünglichen Gründungsort, der knapp zwei Kilometer weiter nördöstlich im Landesinneren lag, als dessen heutige Lage. Ruinen jenes ehemaligen Klosters sind noch heute vorhanden.

Griechische Mönche begannen 1765 mit dem Neubau des Klosters an der Stelle, an der es sich heute befindet. Doch 1840 nahmen die Schulden überhand und die Anlage wurde wieder russischen Mönchen überlassen, damit durch diese wieder ein Aufschwung aufgrund von Almosen aus deren Heimat erfolgen konnte.

Ab diesem Zeitpunkt erlebte das Kloster eine wahre Blüte. So wurde die Anlage dermaßen erweitert, daß sie heute fast wie eine kleine Stadt wirkt. Ende des 19. Jahrhunderts zählte es rund 1.500 Mönche, Anfang des 20. Jahrhunderts gar über 1.900. Ebenso wurde das Kloster um die Zeit des Jahrhundertwechsels von bis zu 25.000 russischen Pilgern im Jahr besucht.

Einst war es also eines der reichsten Klöster auf dem Athos, da es aus Rußland finanziell unterstützt wurde. Dies änderte sich jedoch mit der russischen Oktoberrevolution im Jahr 1917. Das Kloster erhielt ab dann keine Gelder mehr aus der Heimat und dessen Liegenschaften in Rußland und Georgien wurden zusätzlich beschlagnahmt.

Dies hätte fast das Ende der Klostergeschichte bedeutet. Doch irgendwie haben es die verbliebenen Mönche geschafft, ihr Kloster zu halten. Wenn die Zeiten auch heute noch immer nich die besten sind. Inzwischen erhält das Kloster zwar wieder einen Zuzug russischer Mönche, dieser wird allerdings vom der griechischen Regierung begrenzt.

1968 zerstörte zudem ein Feuer einen Teil des Gebäudekomplexes. Die Schäden konnten allerdings größtenteils wieder behoben werden.

Der imposanteste Besitz des Klosters ist die Ikone des Heiligen Panteleimonos (dem es auch geweiht ist), einem Teil der komplett mit Gold überzogenen Ikonostase der Klosterkirche.

Dem Kloster ist die Skite Bogorodica unterstellt.

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