Moni Iviron

(griechisch-orthodox; Feiertag: 15. August) 
Das Kloster liegt am nächsten an der Hauptstadt Karies. Daher verwundert es auch nicht, daß es viel durch Pilger besucht wird. Es liegt in einer herrlichen Lage direkt an der Ostküste. Geweiht ist es der Entschlafung der Gottesmutter.

Seine Gründung um 980 geht auf Ioannes Tornikios zurück. Dieser war ein Würdenträger am Hof des georgischen Fürsten David von Tao, bevor er sich auf den Heiligen Berg begab, wo er Athanasios Athonites begegnete. 978 führte er erfolgreich eine diplomatische Mission für den byzantinischen Kaiser Basileios II. (976-1025) durch. Als Dank erhielt er vom Kaiser eine Privilegienurkunde und Gelder, die ihm den Bau des Klosters ermöglichten.

Zunächst durch georgische Mönche und deren Gönnern aus der Heimat zu Reichtum und Wohlstand gekommen, zog das Kloster immer mehr griechische Glaubenbrüder an. Im 14. Jahrhundert waren die Griechen gegenüber den Georgiern in der Überzahl. Heute wird das Kloster komplett von griechischen Mönchen bewohnt, nachdem der letzte Georgier 1955 verstarb.

Das Kloster beherbergt einen äußerst wertvollen Schatz, der vielfach als die bedeutendste Bibliothek des Athos gewertet wird. Dabei handelt es sich um etliche Handschriften aus dem 13. Jahrhundert als auch um unersetzbare venezianische Erstdrucke griechischer Klassiker aus dem 15. Jahrhundert. Diese Sammlung konnte 1865 gerettet werden, als das Kloster bis aus die Grundmauern niederbrannte.

In der Schatzkammer werden zahlreiche Reliquien aufbewahrt. Darunter die rechte Hand des Kirchenvaters Basilios von Cäsarea (des Großen), das Haupt Gregors von Nyssa sowie diverse Abendmahlskelche und Kreuze.

In der Kapelle Portaissa befinden sich außerdem einige interessante Fresken aus dem 17. Jahrhundert. Diese zeigen nämlich einige Personen der heidnischen Antike, die als besonders weise und weltliche Vorgänger des Christentums dargestellt werden. Darunter Alexander der Große, Aristoteles, Darius, Plato, Sophokles und Thukydides.

Ebenso steht am Eingang der Kapelle, die der Gottesmutter geweiht ist, eine der wichtigsten Ikonen des Athos: Die Panagia Portaissa, die "Gottesmutter von der Pforte".
Eine Legende besagt, daß sie der Zerstörungswut Kaiser Theophilos (829-842) entging, weil sie nahe Konstantinopel ins Meer geworfen und an den Strand des Athos gespült wurde. Der Mönch Gabriel hatte die göttliche Vision, die Ikone an Land zu holen und sie ins Allerheiligste der Klosterkirche zu bringen. Doch von dort verschwand sie dreimal wie von Geisterhand und fand sich am Eingang zur Kirche wieder. Letztendlich waren es die Mönche leid, sie immer wieder zurückzubringen, so daß sie sich bis heute an der Pforte zur Kapelle befindet. Zumal eine göttliche Stimme für das Gnadenbild zu ihnen sprach: "Ich bin hier um euch zu bewachen, nicht damit ihr mich bewacht."

Dem Kloster ist die Skite Timiu Prodromu unterstellt.

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