Moni Agiou Pavlou

(griechisch-orthodox; Feiertag: 2. Februar)
Das Maria Lichtmeß geweihte Kloster befindet sich im Süden der Westküste und ist dem Gipfel des Berges Athos am nächsten sowie an dessen Ausläufern erbaut worden.

Der Zeitraum seiner Gründung ist ungewiß, wird jedoch noch im 10. Jahrhundert vermutet. Ein Zusammenhang wird mit einem Mönch namens Paulos hergestellt, aber es kann nicht nachgewiesen werden, wer dies genau war. Ursprünglich handelte es sich wohl um eine Skite des Klosters Xiropotamou.

Um das Jahr 1360 konnten dann zwei serbische Mönche vom Kloster Xiropotamou jene Skite erwerben. Und bereits 1394 wird es zu den damals bestehenden 25 Großklöstern gezählt. Verschiedene Urkunden byzantinischer Kaiser und serbischer Fürsten bestätigen für das 14. Jahrhundert die Bedeutung des Klosters.

Der slawische Einfluß blieb für einige Jahrhunderte erhalten. Dies ist unter anderem daran zu erkennen, daß die Äbte des Klosters sowohl im 15. als auch im 16. Jahrhundert noch in Slawisch ihre Schriften verfaßten. Selbst für die Zeit um 1700 gibt es Nachweise, daß das Kloster sowohl slawische als auch griechische Mönche beherbergte.

Zu Wohlstand kam das Kloster ab dem Jahr 1500, als rumänische Fürsten neben anderen Athosklöstern auch Agiou Pavlou bedachten. Während des griechischen Bürgerkrieges (1821-1830) verließen jedoch die Mönche ihr Kloster, woraufhin es verfiel.

Im Jahr 1840 nahmen sich dann griechische Mönche der Ruinen an und bauten das Kloster neu auf. Den Anfang machte das Katholikon, während viele andere Trakte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt werden konnten.

1902 wurde das gerade neu errichtete Kloster von einem verheerenden Brand heimgesucht. Erneut machte man sich an die Arbeit und baute neu, was zerstört wurde. Aufgrund dieser recht jungen Baugeschichte wirkt das Kloster heute als eine relativ moderne aber mächtige Festung.

Neben knapp 500 wertvollen Schriften und mehr als 12.000 alten Büchern beherbergt das Kloster auch den wohl mit Abstand wertvollsten Schatz aller Athosklöster, die Myrrhekörner, die von den Heiligen Drei Königen dem Jesuskind zum Geschenk gemacht wurden. Interessant sind auch Fresken aus dem Jahr 1423, mit denen die Kapelle Agios Georgios verziert ist.

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