Moni Karakallou

(griechisch-orthodox; Feiertag: 29. Juni)
Glaubt man einer Wandmalerei an den Gemäuern des Klosters, so geht seine Gründung auf den römischen Kaiser Caracalla (211-217) zurück. Doch wer auch immer dieses Bildnis gemalt hat, so alt ist die Anlage keinesfalls.

Vielmehr taucht das Kloster erstmals in einer Urkunde des Protos Nikephoros aus dem Jahr 1018 auf. Es ist damit dann jedoch durchaus eine der ältesten Klostergründungen auf dem Athos.

In diesem Zusammenhang gehen einige Quellen davon aus, daß ein Mönch namens Karakalas dieses Kloster im 11. Jahrhundert gründete. Es befindet sich abseits der Küste auf der Osthälfte der Halbinsel und ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.

Große Bedeutung scheint das Kloster in seiner Geschichte nicht erlangt zu haben. Denn in der dortigen Bibliothek befinden sich lediglich etwa 150 Handschriften und knapp 2.500 Bücher.

Der geringe Bestand an Urkunden, Handschriften und Büchern kann aber auch auf einen anderen Umstand zurückgehen. Denn Lord Robert Curzon besuchte zwischen 1834 und 1837 auf einer seiner Reisen auch das Kloster Karakalou. Dort begab er sich zusammen mit dem Abt in die Bibliothek, die sich in einem furchtbaren Zustand befand. Er bat den Abt um einige Schriften und Bücher, die er mitnehmen wolle. Der Abt hatte absolut nichts dagegen und drängte ihm die Kostbarkeiten förmlich auf. Heute werden jene in der British Library in London aufbewahrt.

Offensichtlich war dieses Kloster in vergangener Zeit wesentlich größer als heute. Davon zeugen jedenfalls ein Wehrturm und Reste von Festungsmauern, die aus dem 16. Jahrhundert stammen. Eine umfangreiche Erneuerung erfuhr es zur Zeit des moldawischen Fürsten Peter IV. Rares (1527-1538/1541-1546). Aus jener Zeit stammt unter anderem der imposante Turm, der die gesamte Anlage überragt. Die Klosterkirche und die dort enthaltenen Wandmalereien stammen hingegen aus dem 18. Jahrhundert.

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